... oder auch Realität vs. Wunschdenken.
Leider komme ich wenig zum Schreiben, was eigentlich sehr schade ist, denn Schreiben ist für mich immer wie eine Therapie. Man kann sich und seine Gedanken ordnen oder auch einfach mal alles raussprudeln lassen, was eben raus muss.
Unser Baby ist schon lange kein Baby mehr. Vorbei sind die Zeiten zu Hause, vorbei ist seit Sommer auch offiziell meine Elternzeit. Seit Anfang des Jahres, sprich direkt nach dem ersten Geburtstag, war meine Tochter zwei Tage die Woche bei einer privaten Nanny in Betreuung. Die restliche Zeit waren wir zu Hause und haben einen sehr entspannten Winter bis Frühsommer erleben dürfen.
Meine Tochter abgeben zu müssen, hat mir das Herz gebrochen. Aber erst mal von vorn:
Den Platz bei der Tagesmutti ab Juni hatten wir schon sehr lange im Vorfeld sichern müssen. Im Babyjahr habe ich wenig Gedanken daran verschwendet, was es für mich bedeuten würde, wenn sich die Situation ändert. Alles war so weit weg. Der Job, den ich vorher nicht immer gern gemacht habe und auch die Vorstellung von der Vereinbarkeit. Ab Januar lief dann mein Elterngeld wie geplant aus und mein Mann übernahm für einen Monat das Zepter zu Hause.
Schon Monate bevor dies der Fall war, plagte mich nachts die Schlaflosigkeit und ich bekam Angstzustände. Nicht zum ersten Mal in meinem Leben. Viele Jahre zurück, hatte ich mit einer Angst- und Panikstörung zu kämpfen und habe eines gelernt aus dieser Zeit: Angst ist nicht mein Feind, sie will mich zugegeben etwas theatralisch darauf hinweisen, dass es etwas nicht stimmt. Mir zeigen ein Thema genauer zu betrachten.
Also stellte ich mich der Angst und arbeitete einen Plan mit meinem Mann und meinem Chef aus um die Zeit von Elternzeitende bis Tagesmutterstart zu überbrücken. So entstand die Lösung mit der privaten Nanny, danach folgte planmäßig die "richtige" Tagesmutti.
In der Zeit nach dem ersten Geburtstag plagten uns sehr, sehr schlechte Nächte. Als mein Mann Elternzeit hatte und meine Tochter gerade ein Jahr alt war, klammerte sie sich förmlich an mich. Denn es waren nun die ersten Wochen, wo wir erstmalig regelmäßig für 3-4 Stunden voneinander getrennt waren. Gleichzeitig wurde sie an die Nanny gewöhnt... das hat gedauert, aber dadurch dass die Nanny sehr einfühlsam war und sich voll und ganz auf unsere Tochter konzentrieren konnte, klappte das bald und ich fühlte auch kein schlechtes Gewissen. Denn wir hatten ja viele freie Nachmittage und fünf von sieben Tagen pro Woche ganz für uns.
Die letzten Wochen meiner Elternzeit nutzte ich ganz intensiv und bewusst um mit meiner Tochter Unternehmungen zu machen, ganz für uns alleine als Mama und Tochter. Picknick, zum Nordsee Essen gehen, Zoo. Kleine Sachen, die ich mir gemerkt habe und die für immer in meinem Herzen bleiben werden, weil sie ganz für uns waren.
In der Zeit lernt meine Tochter auch sehr viel neue Wörter, konnte auf einmal vom Löffel alleine essen, usw. Vieles was man auch ohne Kita und Co. lernt.
Die Eingewöhnung sollte Ende Mai starten, vorgezogen, da die Tagesmutter dann erstmal drei Wochen (!) in den Urlaub fuhr. Eine Ersatzbetreuung war gewährleistet, aber es war zugegeben etwas unglücklich. Plötzlich hatte ich kein so gutes Gefühl mehr. Ich beäugte die Tagesmutter genau, wie sie mit den Kindern umging. Alles war aufeinmal so laut, so eng. Ich fühlte mich so unwohl. Nach wenigen Tagen übertrug sich das auf meine Tochter, die sich dort nicht einfügen wollte und sich an mich klammerte. Ich fühlte mich so schrecklich. Sie war so geschafft, ich war so geschafft. Nachmittags folgten unglaubliche Wutanfälle, von den schlechten Nächten ganz zu schweigen.
Es war eine schwere Zeit. Leider ging die Tagesmutter nicht wirklich auf uns ein. Oder ich habe es nicht an mich rangelassen, es war sicher beides dabei. Als dann die Ersatztagespflegerin übernahm, wurde das ganze nicht besser. Wir steckten fest und ich weiß noch wie ich nach der ersten (hart erzwungenen) Trennung im Auto saß und alles aus mir herauskam. Tränen vor Wut, Trauer, Enttäuschung, Schmerz. Ich wollte das ganze ernsthaft abbrechen.
Meine Tochter wurde dann erstmal krank, es war wirklich so als wenn sie das ganze Art auch erst verarbeiten musste.
Mein Mann übernahm die ganze Eingewöhnung dann, weil ich nicht mehr konnte. Und nach circa 3 Wochen kam es dann zu einer Wendung, denn unsere Tochter akzeptierte die Tagesmutter und die andere Umgebung langsam.
Es dauerte noch mehrere Wochen bis sie nicht mehr weinte beim abgeben. Und dann kam nach circa weiteren 2 Monaten der Punkt, dass sie sich nicht mal mehr umdrehte frühs und dann wieder später Mittags nicht mehr wegwollte. Das war mein Kompromiss: ich lasse sie bis Mittags da und sie kann zu Hause in ihrem Umfeld schlafen und ist nicht so ewig getrennt. Für den Anfang war das gut. Für mich und für sie.
Heute macht unsere Tochter sogar Mittagsschlaf bei der Tagespflege. Heute habe ich was das angeht auch ein gutes Gewissen. Aber das brauchte viel, viel Zeit. Leider kam wenig seitens der Tagesmutter. Mittlerweile haben wir aber einen besseren Draht zueinander.
Vertrauen braucht Zeit.
Wenn ich es nochmal frei(!) entscheiden könnte. Ich würde bis 2 Jahre warten.
Dienstag, 8. November 2016
Sonntag, 1. Mai 2016
Wie wird das Chaos beherrschen ;-)
Man sagt Ordnung ist das halbe Leben. Ein bisschen was ist schon dran. Im Alltagstress mit einem kleinen Kind ist das nicht immer einfach. Wir haben festgestellt, dass Struktur und Ordnung zu Hause doch nicht ganz unwichtig sind. Es sieht besser aus, wir fühlen uns wohler, ohne dass man hier vom Fußboden essen kann oder ähnliches. Hier sind unsere Tipps für ein bisschen Chaosbändigung, praxiserprobt von Familie Onion:
- Alles hat seinen Platz: von der Schere, über offene Briefe, die zu bearbeiten sind bis hin zu den Spielsachen für unser Kleinkind. Das erleichtert einem das sortieren und aufräumen
- Was keinen Platz hat, muss einen Platz finden: wir hatten viel mi Zettelbergen oder den "Krempeltüten" zu kämpfen. Diese sortiere ich minutiös aus, damit sie nirgends anwachsen und alles verstopfen. Jedes Teil in der Wohnung hat einen Platz.
| Ordnung muss sein ;-) |
- Es gibt einen Platz, für alles was kein Platz hat: wir sammelten letzten Sommer alles im Wohnzimmer ein, was rumstand aber nirgends unterzubringen war wie Dekokram, Papiere, usw. Alles kam in eine Kiste und stand demonstrativ im Wohnzimmer um bearbeitet zu werden. Das hat uns zwar Wochen gekostet diese Kiste zu bearbeiten, damit alles einen Platz bekommt, aber es hat sich gelohnt.
- Thematisches zusammenfassen an EINEM Platz: alles vorhandene Putzzeug an einem Platz, Taschentücher an einem Platz in der Wohnung, alle Gewürze an einem Platz, alles an Büromaterialien wie Umschlägen und Co. an einem Platz.
- Regelmäßiges Decluttering von Schränken (=Kleidung): ein ganz schwieriger Punkt. Ich hatte nach der Schwangerschaft erst mal ein paar Kilo mehr auf den Rippen, sprich ich musste mich anders kleiden als vorher. Das war mir für mein Selbstwertgefühl wichtig, hieß aber auch, dass ich viel gekauft habe. Dann nahm ich ab und hatte wieder die Sachen aus meiner Schlankzeit im Schrank, die aber nun unmodern waren... Ich könnte wahrscheinlich noch 2-3 andere Frauen mit Sachen versorgen. Trotzdem kaufte ich immer was nach, weil ich gar nicht wusste was ich überhaupt im Schrank hatte! Deswegen...
- Es gehört nur in den Schrank, was man auch tatsächlich anzieht: UFF, das klingt leichter als es klingt und erfordert viel loslassen können von "das könnte in XX Kilo passen oder das ziehe ich vielleicht dann und dann an". Nein, wirst Du nicht. In 99% der Fälle wirst Du gewisse nie tragen, es sind Hoffnungen und vielleicht auch Erinnerungen, die an manchen Sachen hängen und das ist erstmal okay. Aber um sich zu befreien, muss man manchmal loslassen können und richtig Ballast abwerfen. Und das tut so gut. Was haben wir gemacht? Alles was wir defintiv anziehen, blieb oben (welche Leere im Schrank...) und alles andere kam erstmal in den Keller um zu schauen ob was fehlt. Seit einem Jahr liegen die Sachen dort, bisher hat mir nicht viel gefehlt. Dazu habe ich viel gespendet, direkt entsorgt oder Freundinnen weiter gegeben. Ein gutes Gefühl.
- Keinen Deko Krempel kaufen oder in zu großen Maßen rumstehen lassen: Leere Flächen wirken großzügiger, vorallem bei kleinen Räumen.
- Abends wird immer das Wohnzimmer aufgeräumt: das heißt alle Spielsachen werden verstaut und alles Geschirr wird weggeräumt plus der Boden und der Tisch wird sauber gemacht (BLW Kind... ;-) Unsere Maus und auch wir wollen frühs eine ordentliche gut strukturierte Stube vorfinden, in der wir gern essen und in der wir gern spielen, die einladend und halbwegs sauber aussieht.
- Spielsachen von unserem Kind regelmäßig aussortieren und beiseite tun beziehungsweise verkaufen oder weitergeben. Das Zauberwort lautet Begrenzeung und von jedem etwas. Eine Spielküche, mit einem Satz Spielgemüse, eine Rassel und nicht zehn, eine Puppe und nicht fünf, usw.
- Der Geschirrspüler läuft über Nacht. Er wird einmal am Tag befüllt oder die Teller werden rausgenommen und einsortiert. Das ist wichtig, dadurch dass wir eine Miniküche haben.
- Die Küche regelmäßig ausmisten: Lebensmittel wegtun oder verbrauchen, die bald nicht mehr gut sind. Unsinnige Küchengeräte oder Utensilien, die man länger nicht benutzt hat weitergeben oder wegtun.
- Man muss nicht jeden (Küchen-)Krempel aufheben, sondern man kann dies auch outsourcen gedanklich an die vielen Euro Shops, d.h. vieles ist heutzutage jederzeit kostengünstig verfügbar falls man es doch mal brauchen sollte.
- Nur das einkaufen, was man tatsächlich verbraucht: schont den Geldbeutel und ist nachhaltig.
- Mealplanning und Mealprep: zu wissen was man die Woche über (ungefähr) essen will, erleichert das einkaufen, schont die Kasse dabei und entlastet außerdem das Gedächtnis, wenn man weiß was kommt ;-)
- Jeden Tag eine Trommel Wäsche waschen, aufhänge, abnehmen oder einsortieren, außer Sonntag ;-)
| Das Genie beherrscht das Chaos ^^ |
- Alle zwei Wochen kommt die Putzfrau zum intensiven sauber machen: unser Luxus, der sich lohnt und dazu noch steuerlich absetzbar ist.
- Pappe und Gläser engmaschig rausschaffen und keine Berge wachsen lassen. Sehr schwierig manchmal. Wir nehmen die Sachen meist mit zum Kinderwagen im Hausflur, d.h. die Pappe und das Glas verschwindet beim nächsten Spaziergang direkt in der Tonne.
![]() |
| Kleine Helfer sind gern willkommen ;-) |
Montag, 18. April 2016
Sparsam und gesund - Wochenplan für eine Familie mit Kind
| Lecker :-) |
Das Essen zu planen hat uns so viel Geld gespart seit dem ich in der Elternzeit bin. Die Anzahl der Lebensmittel, die wir sonst weggeschmissen hätten, hat sich drastig reduziert. Außerdem haben wir durch den Menüplan das leidige Problem gelöst, was koche ich denn heute - am besten wenn es schon 12:10 Uhr ist ;-)
Wir kaufen fast nur bei ALDI ein, was Grundnahrungsmittel angeht. Ergänzt wird unsere Lebensmittelpalette durch Einkäufe beim Fleischer um die Ecke und für ausgewählte Sachen beim Rewe.
Frühstück - Begrenzung der Auswahl spart viel Geld!
| Porridge mit Nüssen |
- Frenchtoast
- Avocado Schnitte
- Haferflocken Müsli mit Milch / Pflanzenmilch
- Porridge mit Früchten und Nüssen
- Smoothie mit Bananen, TK Beeren (Himbeere, Heidelbeere, Erdbeere) sowie weiteren Früchten, die gerade da sind (Kiwi, Khaki, Weintrauben)
Alle Frühstücksoptionen liegen bei circa 1 Euro/Person und sind sehr, sehr günstig, gesund und wohlschmeckend.
Am Sonntag gibt es Brötchen mit Aufschnitt, Honig und Co. Da wird nicht gespart!
Pro Woche: 6 Euro (1 Euro/Tag) + 4 Euro am Sonntag = 10 Euro
Mittagsgerichte - einfach und lecker!
| Wraps gehen immer. |
(2 bis 3 Euro/Person)
- Wraps mit Lachs, Salat und Humus
- Sandwhich: Finbroed mit Avocadodip, Frischkäse, Belag nach Wahl (Wurst, Käse, Tofu) sowie Salat und Gurkenscheiben belegen
- Pancakes mit Eis: Rezept ohne Ei oder mit Ei wählen, dazu TK-Himbeeren (ungezuckert und püriert) als Eis servieren.
- Quesadillas: Zwischen zwei Wraps Käse und weiches Gemüse wie Zucchini oder Aubergine legen, bei Bedarf auch Fleisch. Nach erhitzen ergibt dies eine Käsebombe.
- Couscous Pfanne mit Gemüse
- Polenta Sticks mit Dipp und Salat
- Griesbrei mit Zimt und Beeren oder Apfelmark
Pro Woche: 2 x 2,50 Euro x 7 Tage = 35 Euro
Abendgerichte - satt, kreativ, gesund und dabei sparsam
(um 3 Euro/Person)
| Chilli sin carne |
- Spaghetti mit Tofu-Bolognese (Sauce besteht aus Tofu, Tomatenmark, Zucchini, Zwiebel)
- Chilli Sin Carne (Besteht aus 1 Dose Kidney Bohnen, 1 Dose Mais, 1 EL Creme Fraiche und gestückelten Kartoffeln)
- Sellerie Schnitzel mit Dipp und Süßkartoffelmuß - (mit Ei und Sesamkörnern panierte Sellerie Scheiben und ein Cashew Dipp)
- Kartoffeln und Quark mit Leberwurst, Butter und Gurken - ein Klassiker, kann man auch mit gebackenen Kartoffelecken probieren und einem veganen Cashewdipp und Leinöl.
- Spinat-Cashew-Lasagne mit Käse - portionierbarer TK-Spinat mit Cashewcreme und Lasagneplatten geschichtet und wer mag bestreut das ganze mit Käse!
- Selbst gemachte Pizza - selbst gebackener Boden mit passierten Tomaten bestreichen und dann nach belieben belegen und mit Käse betreuen.
- Asia Pfanne mit Hähnchen, die asiatische Note kommt durch die Verwendung von Nussöl, Kokosmilch, Soja Sauce und WOK-Gewürzen. Es muss nicht alles vorhanden sein.
Pro Woche: 2 x 3 Euro x 7 Tage = 42 Euro
Einmal die Woche gönnen wir uns auswärts essen, z.B. bei Ikea oder beim Chinesen. Wir sind seit der Elternzeit nicht mehr so kopflos und "essen mal hier und mal da", sondern überlegen uns dreimal für was wir unser Geld ausgeben.
Auswärts essen: 10 - 20 Euro (nach Bedarf)
Snacks: Obst und Gemüse (10 Euro)
Gesamtausgaben für's Essen circa: 107 Euro
Mein Fazit: Etwas Weitsicht bei der Essensplanung hilft dem Geldbeutel und zwar sehr!
Freitag, 15. April 2016
Mit 15 Monaten
... komme ich definitiv nicht mehr regelmäßig zum schreiben, was schade ist. Die Zeit rauscht dermaßen an einem vorbei. Man wünschte man könnte sie anhalten und kostbare Momente für immer festhalten und konservieren. Nur leider geht das nicht *schnüff*
Meine Elternzeit neigt sich dem baldigen Ende, womit ich schon so meine Probleme habe. Aber jedem Ende wohnt wiederrum ein Anfang inne. Darüber schreibe ich Euch nochmal ein paar Gedanken.
Erstmal möchte ich Euch berichten wie es unserem nicht mehr so kleinen Baby mit mittlerweile 15 Monaten so ergeht:
Meine Elternzeit neigt sich dem baldigen Ende, womit ich schon so meine Probleme habe. Aber jedem Ende wohnt wiederrum ein Anfang inne. Darüber schreibe ich Euch nochmal ein paar Gedanken.
Erstmal möchte ich Euch berichten wie es unserem nicht mehr so kleinen Baby mit mittlerweile 15 Monaten so ergeht:
- aktuelle Größe circa 77 cm bei 9 Kilo (Kleidergröße 74/80)
- seit dem 3.3. kann sie frei laufen!
- sie brabbelt und redet schon eine ganze Menge (siehe unten)
- sie hat 4 Backenzähne bekommen, also insgesamt schon 12 Zähne
- die ersten Schuhe waren von ECCO in Größe 20, sie trägt aber auch ein paar Second-Hand-Schuhchen von Pepino
- sie "hilft" viel mit: beim Wäsche sortieren, sie bringt dem Papi die Schuhe, putzt den Fußboden mit ihrem kleinen Besen
- sie werkelt im Sandkasten mit ihrem Spielzeug
- sie kann bis ins 3. OG (!) hochkrabbeln ohne Hilfe!
- sie wird immer wählerischer beim essen, das momentane Lieblingsessen besteht aus: Butter, Leberwurst und Avocado - pur ohne Brot!
- ab und zu darf es ein Milchbrötchen sein (als Ritual beim Einkaufen gehen)
- stillt tagsüber und nachts nach Bedarf
- die Nächte sind weiterhin mit Unterbrechungen versehenen, UFF... aber manchmal auch ganz okay!
- lässt sich absolut nicht von fremden Leuten anfassen, vorallem nicht vom Kinderarzt
- ist ansonsten aber sehr entspannt bei Leuten und teilweise auch neuen Umgebungen, sehr neugierig
- kann Türme staplen, Boxen in eineinander stapeln und zum Beispiel den Verschluss vom Quetschie schrauben
- hat ein immer mehr merkliches Temperament, vorallem wenn was nicht gelingt oder ich mal nein sagen muss.
- Fährt im Reboard Kindersitz, Kurzstrecke ist okay, alles was über 2 h dauert geht überhaupt nicht mehr
- MAMA und MAMI, sowie Papa und Papi
- HUI
- Apfel, könnte aber auch als Popel interpretiert werden :'D
- "Goggel, goggel" - kommt meist wenn sie im Plappermodus ist
- EI
- MEINE (sehr deutlich)
- Mammamm (für Essen und Stillen)
- ATZI für Katze
- Ba für Ball (mit Gebärde)
- Hallo (oder so ähnlich)
- Teddy (erkennt ihn auch auf dem Bild)
- Alle (für leer)
- gebärdet "runter"
Freitag, 8. Januar 2016
Kreative Elternzeit: mein Herzensprojekt vorgestellt
Dass ich in der Babyzeit so kreativ werden würde, hätte ich mir niemals zu träumen gewagt. Ich habe im Sommer einen regelrechten Kreativitätsflash gehabt und jede freie Minute, die mein Baby schlief an meinem Imac gesessen und designt, designt, designt!
Meine Idee: niedliche und dekorative Geschenkideen für junge Eltern bzw. deren Verwandte, Freunde, die nicht den zehnten Strampler schenken wollen. Deswegen habe ich individuell anpassbare Drucke entworfen und passend dazu die beliebten Meilensteinkarten. Zusammen ergibt das ein schönes und bezahlbares Gesamtpaket, was einen Platz im Kinderzimmer oder im Erinnerungsalbum bekommen kann.
Die Vorarbeit: Nach dem ich meine Entwürfe fertig gestellt hatte, habe ich mich nach einem Dienstleister umgeschaut, der mir qualitativ hochwertige Drucke liefern kann mit einer schnellen Bearbeitungszeit. Für meine Leinwände habe ich ebenfalls auf einen Druckdienstleister zurückgegriffen, dessen Qualität mich nach mehreren Testläufen überzeugt hat.
Außerdem habe ich mich intensiv mit rechtlichen Fragen auseinander gesetzt und letztendlich bei Legalomat ein AGB-Paket geordert, was über's Jahr sogar mit Updates versorgt wird! Perfekt, denn so vergesse ich keine neuen Änderungen in meinen Shop einzuarbeiten.
Für die Shoperöffnung brauchte ich, neben der Verpackungslizenz, natürlich Fotos und Artikelbeschreibungen. Bis zum Oktober arbeitete ich intensiv daran und ich gebe ehrlich zu, dass das alles sehr viel Arbeit gemacht hat!
Als Shopname wählte ich Printeria Princessa - und warum? Printeria ist ein Kunstname und Princessa ist meiner kleinen Babymaus gewidmet. Ursprünglich sollte ein Wort hinten ran, das wäre aber markenrechtlich geschützt gewesen ;-)
Dann habe ich mich getraut und bin online gegangen. Passiert ist erstmal nichts. Und dann lief es langsam an und ich freue mich, dass ich nun ab und an Verkäufe verzeichne und ich bin mega stolz, dass ganz alleine auf die Beine gestellt zu haben und meine Elternzeit kreativ genutzt zu haben neben meinem Haupthobby, der Fotografie.
Meine Idee: niedliche und dekorative Geschenkideen für junge Eltern bzw. deren Verwandte, Freunde, die nicht den zehnten Strampler schenken wollen. Deswegen habe ich individuell anpassbare Drucke entworfen und passend dazu die beliebten Meilensteinkarten. Zusammen ergibt das ein schönes und bezahlbares Gesamtpaket, was einen Platz im Kinderzimmer oder im Erinnerungsalbum bekommen kann.
Die Vorarbeit: Nach dem ich meine Entwürfe fertig gestellt hatte, habe ich mich nach einem Dienstleister umgeschaut, der mir qualitativ hochwertige Drucke liefern kann mit einer schnellen Bearbeitungszeit. Für meine Leinwände habe ich ebenfalls auf einen Druckdienstleister zurückgegriffen, dessen Qualität mich nach mehreren Testläufen überzeugt hat.Außerdem habe ich mich intensiv mit rechtlichen Fragen auseinander gesetzt und letztendlich bei Legalomat ein AGB-Paket geordert, was über's Jahr sogar mit Updates versorgt wird! Perfekt, denn so vergesse ich keine neuen Änderungen in meinen Shop einzuarbeiten.
Für die Shoperöffnung brauchte ich, neben der Verpackungslizenz, natürlich Fotos und Artikelbeschreibungen. Bis zum Oktober arbeitete ich intensiv daran und ich gebe ehrlich zu, dass das alles sehr viel Arbeit gemacht hat!
Als Shopname wählte ich Printeria Princessa - und warum? Printeria ist ein Kunstname und Princessa ist meiner kleinen Babymaus gewidmet. Ursprünglich sollte ein Wort hinten ran, das wäre aber markenrechtlich geschützt gewesen ;-)
Dann habe ich mich getraut und bin online gegangen. Passiert ist erstmal nichts. Und dann lief es langsam an und ich freue mich, dass ich nun ab und an Verkäufe verzeichne und ich bin mega stolz, dass ganz alleine auf die Beine gestellt zu haben und meine Elternzeit kreativ genutzt zu haben neben meinem Haupthobby, der Fotografie.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Unser Beikostweg - Eating under One is just for FUN!
Mir war schon in der Schwangerschaft klar, was ich möchte und was nicht. Zum Beispiel wollte ich unbedingt stillen und biss mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten durch und wir schauen nun auf eine fast ein jährige Stillbeziehung zurück.
Auch war mir die Sache mit dem Brei total suspekt. Generell sind mir "Beikostpläne" total suspekt und mich hat dieses Überangebot an kaufbaren Fressalien im Babyabteil der Drogerien sehr verschreckt. Babykekse? BabyWASSER? Kindermilch?
Zum Glück bin ich auf die natürliche Schiene gekommen und habe einen eigenen Weg gefunden. Auch weil ich selber versuche möglichst gesund und ursprünglich zu essen, d.h. wenig verarbeitete Lebensmittel.
Als ich etwas verunsichert mit unserer Kinderärztin über dieses Thema sprach, sagte sie mir ich solle ernsthaft mit 16 Wochen anfangen meinem Baby schrittweise Brei zu füttern. Ich dachte ich höre nicht richtig und schaute auf mein Kind und lies sie reden. Außerdem stillte ich mein Kind voll.
Ich hörte von der Fingerfood-Methode (BLW = Baby Led Weaning) und fand das viel cleverer. Ein Beikostkurs bei unserer Hebamme bestätigte meine Überlegungen. Die Vorteile lagen für mich auf der Hand:
Mit 19 Wochen hatten wir eine Stillkrise. Daran erinnere ich mich sehr gut. Snüti war das erste mal krank geworden und sog mich wirklich aus, Tag und Nachts. Ich hatte den Eindruck, dass meine Brust gar nicht mehr hinterher kam mit der Produktion und fühlte mich so, als reiche meine Milch nicht mehr. Zu dem Zeitpunkt berichteten auch Freundinnen aus der Krabbelgruppe ähnliches und fingen an zuzufüttern mit Pre-Milch. Das habe ich allerdings nie gemacht und es kam nie in Frage für uns. Mit 20 Wochen gab es keine Besserung und ich weiß noch wie ich in den DM lief und Gläschen kaufte. Also das absolute Gegenteil von dem, was ich mir vorgenommen habe, aus blanker Not, mein Kind könnte ja verhungern bzw. nicht satt werden. Gebracht hat die Breisache NULL. Mir fiel auf:
... als ließen wir das bleiben nach 3 Tagen und stillten bis 6,5 Monate circa wieder voll.
Unser erster gemeinsamer Urlaub als Familie stand an. Es ging nach Bibione in Italien. Dort waren wir alle trotz mega Hitze viel entspannter als zu Hause. Wir erworben dort unseren "Baby-Thermomix", den Chicco Delonghi & Me Baby Meal Robot, und probierten einfach mal ein paar Breie aus. Zum Beispiel einfachen Zucchini-Kartoffelbrei. Viel lieber interessierte sich unsere Maus für unser Essen und bekam ab nun an Kartoffel- und Süßkartoffelstücke. Es ging erstaunlich gut. Und auch vom Eis durfte sie mal kosten. Das viel beschworene Verschlucken konnten wir nur sehr selten beobachten. Generell ist man ja als Elternteil immer dabei beim essen und sollte wissen, wie zu handeln ist, sollte sich das Kind dennoch einmal verschlucken.
Im Sommer lieh ich mir ein schönes Buch aus und probierte viele BLW Rezepte von Loretta Stern aus an unserem Kind. Snüti liebte es sich mit z.B. mit einem herzhaften Muffin zu beschäftigen. Den Anspruch an eine saubere Wohnung + Kind, den haben wir schnell über Bord geworfen :-) Ich betrieb viel Mealprep und buk in der Mittagspause viele Muffins und Küchlein, um sie einzufrieren.
Ideen für Fingerfood wären zum Beispiel diese hier:
Das ging viele Monate gut und zwar auch OHNE ZAHN. Abends haben wir mit circa 7,5 Monaten angefangen einen Getreibe-Obst-Brei zu geben, als Ritual, zum selber löffeln. Den Brei hatten wir ohne Milch angerührt, da ich der Meinung bin meine Milch ist die wichtigste in dem Alter ;-)
Das unproblematischste überhaupt! Haben Sie schon mal ein 7 Monate altes Baby Bratwurst essen gesehen? Ich schon :-D viele Menschen um uns herum waren skeptisch, vorallem was die Sicherheit bzgl. des verschluckens angeht und waren dann erstaunt wie sehr unsere Maus reingehauen hat. Klöße, Roulade, griechisches Essen. Es hat ihr sehr geschmeckt und uns viel Nerven gerettet beim Restaurantbesuch oder beim Schwiegermutterbesuch...
Das Jahr neigt sich dem Ende...
... und ich bemerkte seit sie circa 11 Monate als ist einen gesteigerten Appetit bei ihr und die junge Dame wollte auf einmal gefüttert werden! ußerdem wurde der abendliche Brei auf einmal förmlich aus der Hand geschlagen, nach dem Motto "ich will was richtiges und nicht dieses Babyzeug". Jetzt mussten wir umdenken. Ab und an was in die Hand drücken war nicht mehr angezeigt. Also haben wir uns für einen Mittelweg entschieden, der weder Brei noch extrem stückig ist. Extrem stückig deswegen nicht, da ihr bei großen Hunger die Geduld fehlt um lange zu hantieren. Wir ermöglichen es dennoch parallel. Wichtig ist für uns, dass kein Zwang dahinter steht. Ich koche jetzt gehaltvoller und achte auf eine sättigende Komponente wie Getreide oder Reis und natürlich viele frische möglichst vollwertige Zutaten. Beispielsweise:
Auch war mir die Sache mit dem Brei total suspekt. Generell sind mir "Beikostpläne" total suspekt und mich hat dieses Überangebot an kaufbaren Fressalien im Babyabteil der Drogerien sehr verschreckt. Babykekse? BabyWASSER? Kindermilch?
Zum Glück bin ich auf die natürliche Schiene gekommen und habe einen eigenen Weg gefunden. Auch weil ich selber versuche möglichst gesund und ursprünglich zu essen, d.h. wenig verarbeitete Lebensmittel.
Als ich etwas verunsichert mit unserer Kinderärztin über dieses Thema sprach, sagte sie mir ich solle ernsthaft mit 16 Wochen anfangen meinem Baby schrittweise Brei zu füttern. Ich dachte ich höre nicht richtig und schaute auf mein Kind und lies sie reden. Außerdem stillte ich mein Kind voll.
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| Unser Hochstuhl - Peg Perego Siesta. Mehrfach verstellbar und sehr gut anpassbar. Wird jetz abgelöst durch einen Ikea Hochstuhl. |
- warten bis das Kind bereit ist und Reifezeichen zeigt (gestützt sitzen können, Hand zum Mund führen)
- Lebensmittel in ihrer ursprünglichen Art und Weise kennenlernen und nicht alles als homogene Matschepatsche
- Feinmotorik schulen durch untersuchen der Speisen mit den Fingern
- den Gaumen und die Zunge auf feste Nahrung "polen"
- kein extra Kochen notwendig, keine Zusatzkosten für Gläschen
- langsame Einführung von BEIKost statt ERSATZKost nach starrem Plan
Es kommt anders als man denkt
Mit 19 Wochen hatten wir eine Stillkrise. Daran erinnere ich mich sehr gut. Snüti war das erste mal krank geworden und sog mich wirklich aus, Tag und Nachts. Ich hatte den Eindruck, dass meine Brust gar nicht mehr hinterher kam mit der Produktion und fühlte mich so, als reiche meine Milch nicht mehr. Zu dem Zeitpunkt berichteten auch Freundinnen aus der Krabbelgruppe ähnliches und fingen an zuzufüttern mit Pre-Milch. Das habe ich allerdings nie gemacht und es kam nie in Frage für uns. Mit 20 Wochen gab es keine Besserung und ich weiß noch wie ich in den DM lief und Gläschen kaufte. Also das absolute Gegenteil von dem, was ich mir vorgenommen habe, aus blanker Not, mein Kind könnte ja verhungern bzw. nicht satt werden. Gebracht hat die Breisache NULL. Mir fiel auf:
- dass Snüti keinesfalls bereit war, da sie den Löffel und die Mahlzeit von selber aus dem Mund beförderte (trotz dem sie den Löffel zum Mund führen konnte!)
- dass das eher war für mich war, um mich beruhigen...
- sie gerade von den Klassikern wie Karottenbrei furchtbare Bauchkrämpfe bekam. Bis heute kommt alles mit der sagenumwobenen Karotte so wie es rein kommt, wieder raus.
- dass auch der Getreidebrei zu absoluten Krämpfen führte. mein Baby das nur für mich tat, als Kooperation, aber nicht weil es sie wollte
- dass Muttermilch viel mehr Kalorien hat als die Gemüsepampe...
... als ließen wir das bleiben nach 3 Tagen und stillten bis 6,5 Monate circa wieder voll.
Beikost Neustart im Urlaub
Unser erster gemeinsamer Urlaub als Familie stand an. Es ging nach Bibione in Italien. Dort waren wir alle trotz mega Hitze viel entspannter als zu Hause. Wir erworben dort unseren "Baby-Thermomix", den Chicco Delonghi & Me Baby Meal Robot, und probierten einfach mal ein paar Breie aus. Zum Beispiel einfachen Zucchini-Kartoffelbrei. Viel lieber interessierte sich unsere Maus für unser Essen und bekam ab nun an Kartoffel- und Süßkartoffelstücke. Es ging erstaunlich gut. Und auch vom Eis durfte sie mal kosten. Das viel beschworene Verschlucken konnten wir nur sehr selten beobachten. Generell ist man ja als Elternteil immer dabei beim essen und sollte wissen, wie zu handeln ist, sollte sich das Kind dennoch einmal verschlucken.
Wie es weiter ging
Ideen für Fingerfood wären zum Beispiel diese hier:
- Zucchini - Dinkel - Muffins (Froster geeignet)
- Kartoffel - Gemüse - Puffer (Froster geeignet)
- Polenta Sticks (Froster geeignet)
- gedämpftes Gemüse in Streifenform (Karotten, Kartoffel, Zucchini, Süßkartoffel, Fenchel)
- Brokkoli oder Blumenkohlröschen mit etwas Butter
- Eierkuchen
- Filinchen mit Avocado oder Butter
- Obstschnitzer
Das ging viele Monate gut und zwar auch OHNE ZAHN. Abends haben wir mit circa 7,5 Monaten angefangen einen Getreibe-Obst-Brei zu geben, als Ritual, zum selber löffeln. Den Brei hatten wir ohne Milch angerührt, da ich der Meinung bin meine Milch ist die wichtigste in dem Alter ;-)
Auswärts essen
Das unproblematischste überhaupt! Haben Sie schon mal ein 7 Monate altes Baby Bratwurst essen gesehen? Ich schon :-D viele Menschen um uns herum waren skeptisch, vorallem was die Sicherheit bzgl. des verschluckens angeht und waren dann erstaunt wie sehr unsere Maus reingehauen hat. Klöße, Roulade, griechisches Essen. Es hat ihr sehr geschmeckt und uns viel Nerven gerettet beim Restaurantbesuch oder beim Schwiegermutterbesuch...
Das Jahr neigt sich dem Ende...
... und ich bemerkte seit sie circa 11 Monate als ist einen gesteigerten Appetit bei ihr und die junge Dame wollte auf einmal gefüttert werden! ußerdem wurde der abendliche Brei auf einmal förmlich aus der Hand geschlagen, nach dem Motto "ich will was richtiges und nicht dieses Babyzeug". Jetzt mussten wir umdenken. Ab und an was in die Hand drücken war nicht mehr angezeigt. Also haben wir uns für einen Mittelweg entschieden, der weder Brei noch extrem stückig ist. Extrem stückig deswegen nicht, da ihr bei großen Hunger die Geduld fehlt um lange zu hantieren. Wir ermöglichen es dennoch parallel. Wichtig ist für uns, dass kein Zwang dahinter steht. Ich koche jetzt gehaltvoller und achte auf eine sättigende Komponente wie Getreide oder Reis und natürlich viele frische möglichst vollwertige Zutaten. Beispielsweise:
- abendlicher Dinkel-Griesbrei mit Wasser/Milch und stückigen Früchten wie Birne, Apfel, Himbeere
- warmer Hirse- oder Couscous-Brei mit angebratenem stückigen Gemüse wie Zucchini, Zwiebel oder Möhre
- Risotto mit angebratener Zwiebel und verschiedenem Gemüse
- Polenta-Brei mit geriebener Zucchini und Möhre
- Haferflockenbrei (Porridge) mit Früchten der Wahl
Zwischenmahlzeiten haben wir beispielsweise nie gemacht. Wenn, dann habe ich gestillt und das hat locker ausgereicht. Jetzt ist es mit fast einem Jahr tatsächlich so, dass ich vormittags manchmal ganz rabenmütterlich einen Quetschie anbiete oder einen frischen Smoothie mache und nachmittags ebenfalls etwas Obst anbiete. Das funktioniert für uns!
Mein Fazit
Das Thema Babybeikost spaltet die Mütter und polarisiert. Im Grunde möchte es jede Mutter einfach richtig machen. Ich denke persönlich, dass man genau schauen muss ist mein Kind so weit, oder bin ich es, die einen "Schritt weiter gehen" will. Beim zweiten Kind werde ich warten bis es so weit ist ohne vorher einzugreifen. Der Darm ist dann bereit, wenn er reif dazu ist und nicht wenn es in einem Lehrbuch steht. Viele Empfehlungen seitens der Kinderärzte scheinen mir sehr gepusht von der Gläschen- und Milchindustrie. Beim ersten Kinderarztbesuch bekamen wir erstmal eine riesige "HIPP"-Milchpulveraufbewahrungsdose in die Hand. Das schürt alles Unsicherheiten, die nicht sein müssten. Außerdem haben viele Mütter eine vollkommen falsche Vorstellung von Beikost, denn sie denken ihre Kinder dann sofort abstillen zu müssen bzw. Mahlzeiten aktiv zu ersetzen. Ich plädiere für eine umfassende Aufklärung durch Hebammen, Kinderärzte und vorallem dafür, dass wir Mütter uns selber neutrale Informationen beschaffen und uns eine Meinung bilden. Der Blick auf's eigene Kind ist der allerwichtigste und ist durch keinen Ratgeber der Welt zu ersetzen. In dem Sinne, guten Appetit!
Stille Nacht, heilige Nacht? - Weihnachten bei uns
Derzeit hat mich unser baldiges Kleinkind so sehr in Beschlag, dass ich wenig Zeit finde um zu bloggen! Ideen habe ich derzeit viele für den Blog, nur fehlt die Zeit. Das echte Leben geht hier defintiv vor für mich ;-)
Das erste Weihnachten ist also geschafft - "geschafft" sind wir defintiv auch! Unsere Maus hat das ganz schön mitgenommen. Die vielen Leute, die vielen Geschenke und Eindrücke. Das hat sich in sehr schlechten Nächten gezeigt. Was uns wiederrum gezeigt hat, dass sie wirklich eine feste Struktur brauch - und wir auch. Sensible Eltern, sensibles Kind.
Weihnachtlich gemütlich haben wir uns es auf jeden Fall dieses Jahr gemacht. Allen voran unser Kunstbaum mit Eulendeko xD der große Hocker stand allerdings immer davor, dass Mausi nicht ran konnte. Denn die Lichtlein und Kugeln hatten eine große Anziehungskraft.
Wir entschieden uns dieses Jahr zu Hause zu bleiben und dem ewigen Hin- und Hergefahre mal ein Ende zu setzen.
Frühs machten wir unsere eigene Bescherung. Bescherten uns als Eltern gegenseitig und dann unser Mäuschen.
Wir hatten bereits im November (!) alle Geschenke größtenteils zusammen, auch für die gesamte Verwandschaft und Co. das war uns einfach zu stressig und wir brauchen unsere Kräfte für wichtigere Themen. Deswegen war das im November bereits abgehakt!
Für Snüti entschieden wir uns für 3 Geschenke:
- ein toller Regenbogen zum Fantasie anregen (nicht der originale von Grimm's, hätte ich den mal geholt, dieser hier wird nicht lange halten, da nur lackiert)
- ein Kinderbuch mit Melodien (Bücher gehen immer)
- und eine Püppi (die "Mali" von Haba)
Erstes Fazit: ihr wars nicht halb so wichtig wie uns diese Geschenke, die Verpackungen und das Papier waren viiiiiel interessanter.
Nach dem Mittagsschlaf gab's dann einen Outfitwechsel in ein total zuckersüßes Kleidchen XD und dann kam nach und nach die Verwandschaft und es gab Kaffee und Kuchen. Danach dann Raclette.
Auch neu ist dieser Lauflernwagen von Ikea, den wir gebraucht gekauft haben für gerade mal 10 Euro. Rumgefahren werden ist schon mal besser als selber zu fahren ;-) ich wollte erstmal schauen ob das generell für sie interessant ist eh wir einen teuren kaufen. Leider mussten wir feststellen, dass diese Wägen äußerst gefährlich sind. Dabei ist er schon so eingestellt worden seitens des Papas, dass er sehr schwer gängig fährt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mäuschen damit ordentlich auf die Nase fällt, in dem sie abrutscht am Bügel, ist mir sehr hoch!
Es folgt eine zunächst unauffällige Nacht, die dann abrupt endete gegen Mitternacht in einem 2 stündigen Schreikonzert. Am nächsten Tag dasselbe Spiel, nur anderer Ort. Um es mit einem Reim zu beenden: "Nächstes Jahr da fahren wir lieber fort!" :-D
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